Aufgabenformen · Rechnen und Anwenden
Subnetz berechnen
Zu einer IP-Adresse mit Präfix die Netzgrenzen, den Hostbereich und die Kapazität selbst bestimmen.
Was diese Form prüft
Das Können dahinter
Ob jemand aus Adresse und Präfix die Grenzen eines Netzes ableiten kann – und zwar in Schritten, die aufeinander aufbauen. Die Form sieht aus wie ein Subnetz-Rechner im Netz, rechnet aber nichts: Das Rechenschema steht daneben, die Werte trägt die lernende Person ein. Geprüft wird damit nicht eine Zahl, sondern ein Weg.
So klingt sie
Eine Aufgabe dieser Form
Berechne das Subnetz zu der Adresse 192.168.10.77/26 vollständig.
- Gegeben: 192.168.10.77/26
- Einzutragen: Subnetzmaske, Blockgröße, Netzwerkadresse, Broadcast-Adresse
- dazu erste und letzte Hostadresse, Adressen insgesamt und nutzbare Hostadressen
- Daneben steht das Rechenschema: Maske ablesen, Blockgröße bestimmen, Netzgrenzen aufschreiben, Intervall finden
Richtig sind 255.255.255.192, Blockgröße 64, Netz 192.168.10.64, Broadcast 192.168.10.127, Hosts 192.168.10.65 bis 192.168.10.126, 64 Adressen und 62 nutzbare. Daran hängt die Form: Broadcast-Adresse und letzte Hostadresse sind zwei verschiedene Felder, und sie gleich zu füllen ist der häufigste Fehler. Eine Form, die nur eine Zahl abfragt, könnte das nicht auseinanderhalten.
Wie gewertet wird
Fünf Abschnitte, getrennt gewertet: Maske und Blockgröße, Netz und Broadcast, Hostbereich, Kapazität und die Rolle der gegebenen Adresse. Jeder Abschnitt wird gegen die eigenen Eingaben des Schrittes darüber geprüft. Wer die Maske falsch bestimmt und danach sauber weiterrechnet, verliert einen Abschnitt und nicht die Aufgabe – so korrigiert auch die Prüfung. Schreibweise und Rechnung werden getrennt gemeldet: Eine Adresse mit einem Oktett über 255 ist ein Formfehler, kein Rechenfehler.
Wofür sie sich eignet
Für IP-Adressierung und Subnetting, von der Umwandlung zwischen Präfix und Maske bis zur vollständigen Berechnung. Die Kursdatei schaltet, welche Felder gefragt sind und ob das Rechenschema offen, auf Abruf oder eingeklappt dasteht. Damit wächst dieselbe Form von der ersten Umwandlung bis zur Prüfungsaufgabe mit.
Bedienung und Teilhabe
Jede Adresse wird als vier Oktettfelder mit Punkt dazwischen eingetippt; eine ganze Adresse lässt sich auch hineinkopieren und wird verteilt. Tausenderpunkte in den Zahlenfeldern sind erlaubt, führende Nullen werden angenommen und richtiggestellt. Das Rechenschema bleibt immer erreichbar, auch im Examen – es verrät keine Lösung, sondern nennt die Schritte. Der Zahlenstrahl der Netzgrenzen erscheint erst, wenn die Blockgröße eingetragen ist, und zeigt damit nur, was aus der eigenen Eingabe folgt. Aufgabentext und Feldbeschriftungen gibt es in einfacher Sprache; die Fachbegriffe bleiben dabei stehen und bekommen ihre Erklärung dazu.
Wertung, Einsatz und Bedienung
Und wofür nicht
Wo diese Form an ihre Grenze kommt
Sie prüft das Rechnen an einem gegebenen Netz, nicht das Planen eines Adressraums – wer einen Bedarf in Teilnetze aufteilen soll, braucht eine andere Aufgabe. Für IPv6 gilt sie nicht: Dort gibt es keine Broadcast-Adresse und keinen pauschalen Hostbereich, und die Felder wären fachlich falsch. Und sie ist zu groß für eine Zwischenfrage: Eine vollständige Berechnung hat acht Felder.
Alle Formen im Überblick
Welche Form wofür taugt, entscheidet sich an dem, was der Kurs am Ende nachweisen soll. Die Übersicht ordnet alle Formen danach.
peritio