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peritio Standardsprache

Aufgabenformen · Am Bild und am Code

Schreibtischtest

Du spielst ein kleines Programm von Hand durch. Dann suchst Du den Fehler und reparierst die Zeile.

Die Art, wie eine Aufgabe gestellt ist, heißt Aufgabenform. Auf dieser Seite lesen Sie, was diese Aufgabenform prüft. Sie lesen auch, wofür sie passt und wofür nicht.

Was diese Form prüft

Das zeigt eine Person mit dieser Aufgabe

Diese Form prüft: Kannst Du einem Programm Schritt für Schritt folgen? Und zwar ohne es laufen zu lassen. Das ist etwas anderes als Schreiben. Beim Lesen musst Du mitdenken, welche Werte die Variablen gerade haben. Dann vergleichst Du: Was tut das Programm? Und was soll es tun? Genau an dieser Stelle merkst Du, dass etwas nicht stimmt.

So klingt sie

Eine Aufgabe in dieser Form

Das Programm soll zählen, wie viele der eingegebenen Zahlen positiv sind. Spiele es mit den Testdaten durch.

  • anzahlPositiv := 0
  • FÜR durchlauf := 1 BIS 5 · EINGABE zahl · WENN zahl >= 0 DANN anzahlPositiv := anzahlPositiv + 1
  • ENDE WENN · ENDE FÜR · AUSGABE anzahlPositiv
  • Testdaten der Reihe nach: 4 · −2 · 0 · 7 · −1
  • Einzutragen je Durchlauf: der Wert von zahl, ob die Bedingung zutrifft, der Stand von anzahlPositiv

Das Programm gibt 3 aus. Es zählt die Null mit. Aber die Null ist nicht positiv. Richtig wären 2. Wichtig sind dabei die Testdaten: Die Null muss vorkommen. Sonst würde das Programm scheinbar richtig rechnen. Dann könntest Du den Fehler gar nicht finden. Am Ende reparierst Du die Zeile mit der Bedingung. Aus „>=“ wird „>“.

So sieht die Form aus

Ein Beispiel aus einer Aufgabe

Schreibtischtest im Training: links der Pseudocode mit Zeilennummern und den Testdaten, rechts die leere Wertetabelle mit einer Zeile je Durchlauf.
Schreibtischtest im Training: links der Pseudocode mit Zeilennummern und den Testdaten, rechts die leere Wertetabelle mit einer Zeile je Durchlauf.

So gibt es Punkte

Die Aufgabe hat drei Teile. Sie werden nacheinander freigeschaltet und einzeln gewertet. Erster Teil: die Wertetabelle. Zweiter Teil: der Vergleich der beiden Ausgaben. Dritter Teil: die Reparatur. In der Tabelle zählt jedes Feld einzeln. Ein Folgefehler zählt nur einmal: Wenn Du Dich in einem Durchlauf verrechnest und danach richtig weiterrechnest, verlierst Du nur dieses eine Feld. Deine Reparatur wird ausgeführt. Sie wird nicht mit einer Musterlösung verglichen. Deshalb sind mehrere Schreibweisen richtig.

Dafür passt die Form

Diese Form passt für Schleifen, Bedingungen und Zähler. Also für die Stellen, an denen man sich leicht um eins vertut. Die Form braucht keine Programmiersprache. Sie arbeitet mit Pseudocode. Pseudocode ist Programmtext in Worten, den jeder lesen kann. In Prüfungen kommt diese Aufgabe immer wieder vor. Und sie zeigt etwas, was eine Auswahlfrage verbirgt: ob Du den Ablauf wirklich mitgehst.

Bedienung für alle

Die Zeile wählst Du über beschriftete Knöpfe aus. Du musst also nicht ins Bild klicken. Damit geht alles mit der Tastatur. In die Tabellenfelder tippst Du Zahlen. Für die Bedingung gibt es ein Auswahlfeld. Auf dem Handy stehen Code und Tabelle untereinander. Die Aufgabenstellung kann in einfacher Sprache stehen. Der Code selbst bleibt Code. Du musst Dir keine Zahlen merken. Du trägst jeden Zwischenstand in die Tabelle ein. Genau dafür ist sie da.

Punkte, Einsatz und Bedienung

Und wofür nicht

Hier passt diese Form nicht gut

Die Form prüft das Lesen, nicht das Schreiben. Die Reparatur ist nur eine Lücke in einer fertigen Zeile. Wenn jemand ein Programm selbst schreiben soll, passt „Code schreiben“. Außerdem dauert die Form lange. Fünf Durchläufe mal drei Spalten sind fünfzehn Felder. Alle rechnest Du von Hand aus. Für einen schnellen Trainingslauf ist das zu viel. Für die Prüfung passt es.

Alle Aufgabenformen auf einen Blick

Welche Form passt, hängt vom Ziel des Kurses ab. Die Frage ist: Was soll eine Person am Ende können? Die Übersicht ordnet alle Formen nach dieser Frage.