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Aufgabenformen · Abläufe und Verfahren

Ablaufplan zeichnen

Du baust einen Ablauf aus Bausteinen auf und verbindest die Schritte.

Die Art, wie eine Aufgabe gestellt ist, heißt Aufgabenform. Auf dieser Seite lesen Sie, was diese Aufgabenform prüft. Sie lesen auch, wofür sie passt und wofür nicht.

Was diese Form prüft

Das zeigt eine Person mit dieser Aufgabe

Diese Form prüft: Kannst Du einen beschriebenen Ablauf in Schritte zerlegen? Und kannst Du ihn richtig aufzeichnen? Du brauchst zweierlei: das passende Symbol für jeden Schritt und den richtigen Weg dazwischen. Es gibt zwei Schreibweisen: den Programmablaufplan und das UML-Aktivitätsdiagramm. Eine Aufgabe nutzt immer nur eine davon.

So klingt sie

Eine Aufgabe in dieser Form

Zeichne als Programmablaufplan: Eine Bestellung wird geprüft. Ist der Artikel auf Lager, wird er versandt und die Bestellung abgeschlossen. Ist er nicht auf Lager, wird er nachbestellt und die Prüfung beginnt von vorn.

  • Bausteine zur Auswahl: Start und Ende, Tätigkeit, Entscheidung, Ein- und Ausgabe
  • Verbindungen werden über drei Auswahlfelder gesetzt: von – Art – nach
  • Die Ausgänge der Entscheidung sind mit „ja“ und „nein“ zu beschriften

Wichtig ist der Weg bei „nein“. Er führt nicht zum Ende. Er führt über „nachbestellen“ zurück zur Prüfung. Das nennt man eine Schleife. Genau das soll die Aufgabe prüfen. Deshalb muss im Aufgabentext stehen, was nach dem Nachbestellen passiert. Ohne diesen Satz wären zwei Lösungen richtig. Die Wertung kennt aber nur eine.

So gibt es Punkte

Gewertet wird der Aufbau, nicht das Bild. Wo genau Du einen Baustein hinlegst, ist egal. Auch die Linienführung ist egal. Geprüft wird: Sind alle Schritte da? Haben sie das richtige Symbol? Stimmen die Verbindungen und ihre Richtung? Sind die Ausgänge beschriftet? Jede Gruppe wird einzeln gewertet. Es gibt also Teilpunkte. Ein vergessener Schritt kostet nur einmal. Die fehlenden Verbindungen an ihm zählen nicht noch einmal dagegen.

Dafür passt die Form

Diese Form passt für alles mit einer Reihenfolge. Zum Beispiel für Programmabläufe, Prüfungen oder Vorgänge im Betrieb. Die Aufgabe lässt sich leichter oder schwerer stellen. Mal ergänzt Du nur einen fast fertigen Plan. Mal entwirfst Du alles selbst. Der Stoff bleibt dabei derselbe. So trägt dieselbe Aufgabe über mehrere Wochen.

Bedienung für alle

Du musst nichts mit der Maus ziehen. Du klickst einen Baustein an und dann auf die Fläche. Verbindungen stellst Du über drei Auswahlfelder ein: von – Art – nach. Es gibt auch eine Listenansicht. Dort bearbeitest Du dasselbe Diagramm als Text. Die Art eines Bausteins erkennst Du an der Form und am Wort, nie nur an der Farbe. Die Aufgabenstellung kann in einfacher Sprache stehen. Die Beschriftungen im Diagramm bleiben so, wie die Aufgabe sie vorgibt. Du musst Dir nichts merken: Dein Zwischenstand bleibt sichtbar.

Punkte, Einsatz und Bedienung

Und wofür nicht

Hier passt diese Form nicht gut

Die Form prüft das Zeichnen eines Ablaufs. Sie prüft nicht das Programmieren. Wer den Plan richtig zeichnet, hat damit noch keine Schleife geschrieben. Außerdem ist die Wertung bei frei getippten Beschriftungen schwierig. Zwei Menschen schreiben dasselbe verschieden auf. Alle erlaubten Schreibweisen müssen deshalb hinterlegt sein. Wo das nicht geht, wird die Aufgabe als nicht vollständig automatisch bewertbar gekennzeichnet.

Alle Aufgabenformen auf einen Blick

Welche Form passt, hängt vom Ziel des Kurses ab. Die Frage ist: Was soll eine Person am Ende können? Die Übersicht ordnet alle Formen nach dieser Frage.